Fritz Meinecke baut sich eine Hängematte aus Fischernetzen bei 7 vs Wild

Woher kommen die Fischernetze bei 7 vs. Wild?

Die neue Staffel von 7 vs. Wild ist mal wieder richtig spannend. Und gleichzeitig schockierend, denn die gesamte Küste der einsamen Insel ist übersät mit Plastikmüll. Ob Badelatschen, Trinkflaschen, Bälle oder Puppen – jede Flut bringt mehr davon an Land. Es ist zwar kein Geheimnis, dass wir ein Müllproblem haben, aber selten bekommen wir es so deutlich vor Augen geführt. Insbesondere die Massen an alten Fischernetzen wecken unsere Aufmerksamkeit, denn sie erweisen sich als überaus nützlich für die Kandidat*innen von 7 vs Wild. Doch woher kommen sie eigentlich?

Angespülter Plastikmüll bei 7 vs. Wild
Die vermeintlich einsame Insel von 7 vs. Wild ist voller Plastikmüll. Quelle: Fritz Meinecke auf YouTube, “7 vs. Wild: Panama – Tödliches Paradies | Folge 2”, 49:50

Fischernetze ersetzen Gegenstände bei 7 vs. Wild

Die Teilnehmer*innen der zweiten Staffel von 7 vs. Wild wurden für eine Woche auf der Isla San José in Panama ausgesetzt, alle für sich allein. Sie sind umrundet von wilder und wunderschöner Natur voller spektakulärer Flora und Fauna. Kurz gesagt, es ist eine Paradies. Oder? Der zweite Blick offenbart: Die Natur ist keineswegs unberührt. Überall liegt Plastikmüll und etliche angespülte Fischernetze zeugen von industrieller Fischerei. Dabei ist dieser Abfall noch nicht einmal das schlimmste, was diese Insel durchmachen musste: In den 1940er Jahren hat das US-Militär auf der Isla San José Chemiewaffen getestet – aber das ist ein anderes Thema.

Vor allem die Fischernetze auf der Insel haben eine große Bedeutung für 7 vs. Wild. Tatsächlich verändern sie das ganze Konzept der Serie: Denn von allem Müll, der auf der Insel liegt, werden sie am meisten genutzt, um die sieben Tage in der Wildnis zu überstehen. Ob als Seile, für den Bau von Hängematten oder sogar zur Abschreckung von Krokodilen, die Fischernetze entpuppen sich als wertvolle Ressource. So werden aus den maximal sieben Gegenständen, die die Teilnehmer*innen dabei haben, eine ganze Menge mehr. Doch warum liegt hier so viel davon rum? Wir klären dich auf!

Fritz Meinecke baut sich eine Hängematte aus Fischernetzen bei 7 vs Wild
Fritz Meinecke hat nur einen Gegenstand dabei: eine Machete. Doch dank der ganzen Fischernetze auf der Insel bei 7 vs. Wild baut er sich kurzerhand eine Hängematte. Quelle: Fritz Meinecke auf Youtube, “7 vs. Wild: Panama – Die erste Nacht | Folge 4”, 40:26

Fischernetze bei 7 vs. Wild sind “Geisternetze”

Die Fischernetze, die du bei 7 vs. Wild gesehen hast, sind sogenannte “Geisternetze”. Sie heißen so, da sie zuvor entweder verloren gegangen sind oder absichtlich im Meer entsorgt wurden und fortan durchs Wasser “geistern”, bis sie sich an Wracks und Riffen verhängen oder an Land gespült werden, wie auf die einsame Insel von 7 vs. Wild.

Wieso enden so viele alte Fischernetze im Meer?

Wieso genau Geisternetze im Meer enden, kann viele Gründe haben. Insgesamt sind Geisternetze vor allem ein Symptom der industriellen Fischerei – und häufig vermeidbar. Hier sind ein paar typische Ursachen für Geisternetze:

  • Umwelteinflüsse: Schleppnetze können z. B. an Riffen oder Wracks hängen bleiben und teilweise abreißen, Stellnetze können außerdem bei starkem Sturm losgerissen werden.
  • Fehlendes Abfallmanagement: Bei Reparaturarbeiten werden kaputte Netzstücke großzügig ausgeschnitten und häufig einfach über Bord geworfen bzw. gehen über Bord verloren
  • Wirtschaftliche Abwägungen: Die Entsorgung von ausgedienten Fischernetzen ist häufig teuer. Das kann es attraktiv machen, die Netze einfach im Meer zu entsorgen.
  • Illegale Fischerei: Droht ein illegales Fischerboot gefasst zu werden, kann es vorkommen, dass die Netze über Bord geworfen oder gekappt werden, um Beweise zu entfernen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie Fischernetze zu Geisternetzen werden, wirf einen Blick in unseren Beitrag “5 Dinge, die du über Geisternetze wissen solltest”. 

Bracenet Sansibar
Geisternetze treiben durch alle Ozeane und bedrohen Meerestiere und Ökosysteme

Was bedeuten Geisternetze für die Umwelt?

  • Geisternetze sind stille Killer
    Fischernetze sind die tödlichste Art von Plastikmüll in unseren Meeren, denn sie sind zum Fischen da. Und auch wenn sie als Geisternetze ihren Zweck verlieren, behalten sie ihre Funktion – und fischen immer weiter. Unzählige Meerestiere verfangen sich in den Netzen, können sich nicht mehr allein befreien und sterben so einen qualvollen Tod. Auch an Land sind Geisternetze eine Gefahr – zum Beispiel für die einzige Basstölpel-Kolonie Deutschlands auf Helgoland.
  • Die Hälfte des Plastikmülls in unseren Meeren sind Geisternetze
    Viele Menschen haben noch nie von Geisternetzen gehört, dabei ist das Problem riesengroß: Jedes Jahr landen bis zu 1 Million Tonnen dieser ehemaligen Fischernetze in unseren Meeren. Studien zufolge machen sie den größten Teil des Meeresplastiks aus. So besteht zum Beispiel der Great Pacific Garbage Patch, der weltgrößte Plastikstrudel, zu 46 % aus Geisternetzen.
  • Geisternetze verschmutzen die Meere
    Dieses Problem nimmt auch nicht so schnell ein Ende. Es dauert 400 bis 600 Jahre, bis sich Geisternetze schließlich in kleine Plastikteilchen (sogenanntes Mikroplastik) zersetzen und so die Meere für immer und unwiderruflich verschmutzen.

BRACENET kämpft gegen den Spuk der Geisternetze!

Die Teilnehmer*innen von 7 vs. Wild haben wunderbar bewiesen, wie gut sich ehemalige Fischernetze zur weiteren Verwendung eignen. Stichwort: Upcycling! Das ist bei BRACENET unser Tagesgeschäft. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Healthy Seas, Ghost Diving und Nofir bergen wir sie aus dem Wasser oder übernehmen sie direkt von Fischereien und reinigen sie umweltschonend nur mit Wasser. Dann verleihen wir den Netzen ein neues Leben und verarbeiten sie in Upcycling-Handarbeit in unserer Hamburger Manufaktur zu neuen Produkten wie Armbändern (den “Bracenets”), Schlüsselanhängern, Fußketten und vielen mehr.

Jedes unserer Produkte leistet einen Beitrag für den Schutz unserer Meere. Denn es bedeutet nicht nur ein Stück Geisternetz weniger, sondern wir spenden auch regelmäßig an Healthy Seas, um Bergungsmissionen sowie Präventivmaßnahmen zu finanzieren und unterstützen viele weitere Projekte zum Schutz der Meere und Meerestiere. Zum Beispiel kämpfen wir mit Sea Shepherd für das Überleben der Schweinswale in der Ostsee oder unterstützen den Mission Erde e. V. von Robert Marc Lehmann.

Erfahre hier mehr über unsere Mission!

Unsere Partnerorganisation birg Geisternetze aus dem Meer
Die Taucher*innen von Ghost Diving bergen Geisternetze aus bis zu 50m Tiefe. Mit unseren Spenden helfen wir, diese Bergungsmissionen zu finanzieren.

7 vs. Wild Bracenet: Armband aus ehemaligen Fischernetzen

Hilf auch du, die Meere vom Spuk der Netze zu befreien – mit deinem 7 vs. Wild Bracenet aus ehemaligen Fischernetzen! Du findest es jetzt als Teil der offiziellen “7 vs. Wild”-Kollektion im Online-Shop von Fritz Meinecke.

Über das Bracenet:

  • Upcycling-Armband aus ehemaligen Fischernetzen
  • In Handarbeit in Hamburg persönlich für dich gefertigt
  • Starker Magnetverschluss mit “7 vs Wild”-Gravur
  • Dein Beitrag zum Meeresschutz!
Das schwarze 7 vs Wild Bracenet liegt auf dem Black Sea Fischernetz, aus dem wir es gefertigt haben
Das 7 vs. Wild Bracenet ist dein Beitrag zum Schutz unserer Meere!

Fischernetze bei 7 vs. Wild: Ein Fluch für die Umwelt

Fassen wir zusammen: Die Fischernetze auf der Insel von 7 vs. Wild sind genau genommen Geisternetze, die an Land gespült wurden. Sie sind der tödlichste Plastikmüll in unseren Meeren und eine riesige Gefahr für Meerestiere. Jedes Jahr landen bis zu 1 Million Tonnen dieser ehemaligen Fischernetze in unseren Meeren. Auch wenn sie als Upcycling-Material ein Segen für die Teilnehmer*innen von 7 vs. Wild darstellen, so sind sie ein Fluch für die Umwelt. Doch mit BRACENET und Fritz Meinecke kannst du helfen, den Spuk der Geisternetze zu stoppen!

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