Haie – die Wächter der Ozeane sind bedroht

Haie sind die Wächter unserer Weltmeere und bilden dort die Spitze der Nahrungskette. Sie haben alle fünf Massenaussterben der Tiere überstanden und sich über 400 Millionen Jahre zu den perfekten Hütern der See entwickelt. Sie sind unabdinglich für die Ökosysteme der Ozeane, denn sie halten Fischbestände stark und gesund, indem sie kranke und schwache Fische jagen.

Haie sind bedroht

Seit 1970 ist die Population der Haie in den Weltmeeren drastisch zurückgegangen. Von den bis jetzt 507 bekannten Hai-Arten ist über die Hälfte noch völlig unerforscht – wird jedoch trotzdem gefangen. Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) führt eine rote Liste von bekannten und gefährdeten Hai-Arten und anderen Fischen. Diese wird leider immer länger. 

Eine generelle Intransparenz in der Fischereibranche und illegales Haifischen lässt nur vermuten, wie schlecht es tatsächlich um die Haie steht.

Überfischung 

Haie werden durchschnittlich nach 10-14 Jahren erstmals paarungsfähig, haben eine Schwangerschaft von mehreren Monaten und gebären sehr wenige Jungtiere pro Wurf. Durch ihre späte Geschlechtsreife und ihre geringen Reproduktionsraten sind Haie also besonders durch Überfischung gefährdet. Das bedeutet, dass sich ihre Bestände langsamer erholen, als sie gefischt werden.

Haie als Beifang 

Weltweit werden jedes Jahr schätzungsweise 100 Millionen Haie in Fischernetzen gefangen und getötet. Oftmals sind sie dabei sogar nur  „Beifang“ und werden unabsichtlich gefangen. Tot oder verletzt werden sie dann wieder über Bord geworfen. Beifang ist die Hauptursache dafür, dass 89 Prozent der Hammerhaie und 80 Prozent der Weissen Haie aus dem Nordostatlantik verschwunden sind. 

Grund dafür ist unter anderem die Methode der Langleinenfischerei, die für sehr hohe Beifang Raten bekannt ist. Hier erhältst du einen Überblick über die verschiedenen Fangmethoden in der Fischerei.

Als wäre das nicht schlimm genug, verfangen sich außerdem viele Haie in frei herumtreibenden Geisternetzen.

Der weiße Hai „Ropey“ wurde von Shark Allies auf Guadalupe entdeckt, verfangen in Geisternetz.

Der Handel mit Haifischflossen

Eine äußerst grausame Fischerei-Praxis ist das sogenannte „Shark Finning“. Dabei werden den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen abgetrennt, bevor die Haie zurück ins Meer geworfen werden. Dadurch wird Stauraum auf den Kuttern gespart. Weil die Haie dann nicht mehr schwimmen können, sinken die Tiere auf den Meeresgrund und ersticken dort qualvoll oder verbluten. Haiflossen werden in rund 125 Ländern weltweit verkauft. Oftmals gelten sie als Delikatesse und Statussymbol. Haiflossen gehören bei Preisen von über 150 Euro pro Kilo zu den teuersten Fischprodukten überhaupt. In Hongkong kann eine Schale Haifischflossensuppe von bestimmten Arten bis zu 400 Euro kosten. 

Seit 2003 ist Shark Finning in der EU verboten und seit 2013 dürfen Haie nur an Land gebracht werden, wenn ihre Flossen natürlich mit dem Körper verbunden sind. Auch in anderen Ländern gibt es mittlerweile Regulierungen. Trotzdem findet der Handel mit den Flossen weiterhin statt.

Wie Shark Allies sich für den Schutz der Haie einsetzt 

Shark Allies setzt sich global für den Schutz von Haien und Rochen ein. Im letzten Jahrzehnt konzentrierte sich die Arbeit der Shark Allies mehrheitlich auf die Gesetzgebung zur Beendigung des Handels mit Haifischflossen. Sie begann 2010 mit dem bahnbrechenden Gesetzentwurf im US-Bundesstaat Hawaii. Stefanie Brendl, Exekutivdirektorin und Gründerin der Shark Allies, und der Senator Hawaiis, Clayton Hee, schufen diese historische Gesetzesvorlage, die bald zum Vorbild für viele andere staatliche Verbote wurde. Nach dem Erfolg des Hawaii-Flossenverbots zogen die Shark Allies in andere US-Bundesstaaten und in den Pazifik weiter und setzten sich für eine Welle von Gesetzen ein, um den Handel mit Haifischflossen zu unterbinden und die Schaffung von Schutzgebieten für Haie zu initiieren. Shark Allies kämpft auch dafür, die weit verbreitete Verwendung von Squalen (ein durchsichtiges, völlig geruchsneutrales Öl) aus Haifischflossen in der Kosmetikindustrie zu stoppen und die Schlupflöcher zu schließen. 

Eine Partnerschaft für die Haie 

Anlässlich der Shark Week 2020, ein jährlicher, einwöchiger TV-Programmblock des Discovery Channels über Haie, freuen wir uns eine tiefgehende Partnerschaft mit Shark Allies einzugehen. 

Shark Bracenet an Hand

Das Shark Allies Bracenet ist dein Beitrag zu unserer Mission. Pro Bracenet spenden wir wie immer 10 % an unseren Partner Healthy Seas und zusätzlich 2 € an Shark Allies.

Trage es mit Stolz, verbreite die Botschaft für den Meeresschutz und verbünde dich mit den Haien. Jedes Bracenet bedeutet ein Stück Geisternetz weniger – und mit jedem geborgenen Geisternetz gewinnen die Haie die Kontrolle über ihr Territorium zurück.

Das kannst du tun, um die Haie zu schützen

  • Auf Hai-Fleisch verzichten: Hinter Schillerlocken, Speckfisch oder Kalbsfisch an der Fischtheke verbirgt sich zum Beispiel Hai-Fleisch. Schillerlocke ist vom Dornhai, Speckfisch ist geräucherter Grauhai und Kalbsfisch ist Heringshai.
  • Informiere dich und kläre auf: Noch immer wird der Hai mit viel Furcht und Schrecken in Verbindung gebracht. Denn zahlreiche Filme propagieren das Bild des bösen Hais. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai attackiert zu werden, äußerst gering. Es ist sogar wahrscheinlicher, von einem Blitz getroffen zu werden.
  • Werde laut: Immer wieder gibt es Petitionen gegen Shark Finning oder Spendenaktionen. Trage deinen Teil dazu bei, unsere Haie zu schützen.
  • Setze ein sichtbares Statement mit unserem Shark Allies Bracenet. Denn Geisternetze sind eine Bedrohung für Haie!

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